Die Bar Tomas

Die Bar Tomás ist  eine der ältesten Bars von Sarrià und wohl auch von Barcelona. Und das überrascht um so mehr, als Tomás ja eigentlich nur ein Gericht anbietet – die Patatas Bravas, dicke frittierte Kartoffelstücke mit  Knoblauchmayonnaise und scharfem Paprikaöl. Mittlerweile gibt es auch ein paar andere Tapas, z. B. Thunfisch oder Trockenwurst oder Oliven, die aber alle insgesamt nur als Beilage dienen. Zu den Bravas trinkt man Bier, eventuell auch ein Glas Wein, die jüngeren eine Cola oder Fanta.

Der Charme vom Tomás ergibt sich aus der Kombination,  Einrichtung und Personal und Gästen.  Bis vor Kurzem waren Einrichtung und Personal noch die selben wie vor einem halben Jahrhundert, mittlerweile gibt es neues Personal, und das ist klar erkennbar. Da die Bravas sich aber nicht geändert haben, ist das Publikum auch noch das gleiche – Einzelpersonen vor den Stosszeiten, Paare, Familien und Gruppen danach. Alles Menschen aus der Umgebung, die sich dort auf ein paar Bravas treffen.

Schulfest Costa i Llobera in Sarria, Barcelona

Schulfeste in Katalonien lehnen sich stark an die kulturelle Umgebung der Stadt oder des Dorfes an. So findet man auch im Schulferst der Schule Costa i Llobera, im Stadtteil Sarria von Barcelona, zahlreiche Elemente der Volkskultur: die Stelzenläufer, die im Allgemeinen die Riesen (Gegants) auf ihren Umzügen durch die Strassen der Altstadt begleiten. Die Castellers, Türmebauer, die akrobatisch menschliche Türme bauen und hier in der Schule mit zwei, maximal drei Etagen aufwarten. Die Stocktänzer. Hinzu kommen Kuchenverkäufer – die für den Klassenausflug nach Menorca sammeln und selbstgebackene Kuchen unter das Publikum bringen. Und abschliessend die Teufel, die als solche verkleidet mit zischenden Feuerwerkskörpern durchs Publikum laufen und für den typisch mediterranen Flair sorgen.
Dabei treffen sich Eltern, quatschen miteinander, schauen sich die Aufführungen der Kinder nicht an, denn die sind ja relativ langweilig, und essen anschliessend zusammen.
Und das wars, um mehr zu berichten, muss man irgendeinen Grund finden, sich für solch ein soziales Ereignis zu begeistern.

Die Festes de Sarria in Barcelona

Volksfeste haben so ihre ganz eigene Dynamik. Sie ändern ihre Grundzüge von einem Land 7und Kulturkreis zum anderen. Deutsche Volksfeste wollen sich nur schwer mit spanischen vergleichen lassen (obwohl die Grundzüge des Ausbrechens aus dem Alltag natürlich vorhanden sind, man lese anthropologische Abhandlungen darüber). Und innerhalb Spaniens gibt es dann auch wieder grosse Unterschiede.
Selbst innerhalb einer Stadt sind diese zu verzeichnen. Das grösste Fest in Barcelona ist das der Merce, das es für die ganze Stadt gedacht ist, nicht nur für einen Stadteil. Das führt zu einem sehr offiziellen Charakter, der mir persönlich missfällt. Zu viele Politiker beim Umzug und auf den Balkonen. Ich ziehe den intimen Charakter der feiern von Gracia und sarria vor, da trten Politiker in den Hintergrund und erscheinen auf einmal Personen, die man täglich sieht und plötzlich ihre ansonsten verdeckten Interessen zeigen: die Organisatoren von Schahturnieren, die Feuerteufel der Umzüge, die Erbauer menschlicher Türme. Wo der anonyme Bankangestellt zum Nachbarn wird, der das Tischtennisturnier ausrichtet.

Das Casa Orlandai in Sarrià, Barcelona

image

Das Casa Orlandai ist ein Haus der Vereine im Stadtviertel Sarrià. Hier treffen sich lokale Vereine, die groesstenteils ökologisch ausgerichtet sind, aber auch mit kulturellem Schwerpunkt. Dazu gehört ein Leserzirkel in englische Sprache und ein Speilclub in deutscher Sprache. An den „Spielsamstagen“ treffen sich Kinder mit deutschsprachigem Hintergrund entweder in einem der Vereinsräume oder auf der Terrasse des Casa Orlandai und spielen in deutscher Sprache, unter Anleitung einer der Eltern. Die anderen Plaudern währenddessen im Café.

Das Museu Monestir de Pedralbes in Sarria.Barcelona

image

Abgeschieden in Sarria, im bergnahen Teil von Pedralbes, befindet sich das Museu Monestir de Pedralbes. Es handel sich dabei um ein ehemaliges Klarissenkloster mit angeschlossener Kirche, das weiterhin als Kloster funktioniert, aber auch als den städtischen Museen zugeordnetes Museum. Im Museumsteil sind beachtenswerte Schreine und Gemälde aus den Jahunderten zwischen 1400 und 1900 zu sehen.
image
Das Kloster kann man bequem mit der U-Bahn bis nach „Reina Elisenda“ erreichen oder mit dem Doppeldeckerbus Bus Turistic von der Plaça Catalunya aus.
Für Kinder gibt es zumindest auf Katalanisch hilfreiche Veröffentlichungen zur Geschichte des Gebäudeensembles.