Schachturnier Vila de Gracia in Barcelona

image

image

Ende Oktober beginnt die Schachsaison in Katalonien und damit auch in Barcelona. In der Hauptstadt ist das erste Punkteturnier das der Vila de Gracia, das in dem gleichnamigen Viertel von dem regionalen Schachverein Tres Peons veranstaltet wird. Es zieht sich bis in den Dezember hinein, mit Spielen jeden Freitag; kurz vor Weihnachten werden dann die Preise und Trophaen an die jugendlichen Spieler verteilt.
Im Januar beginnt dann das Turnier der Stadt Barcelona, sowohl individuell als auch fuer Gruppen. Die Bestqualifizierten Spieler und Teams dieses Turniers nehmen dann an dem Landesturnier Kataloniens teil.

Posted from WordPress for Android

Boxi-Kiosk

Der Boxi Kiosk direkt an der Ecke Grünberger Strasse – Gärtnerstrasse versorgt Spaetkaeufer mit vielen Dingen, leider jedoch nicht mit allem, was man sich wuenschen koennte. Der Hauptakzent liegt auf Bier (Sie finden hier alle wichtigen Berliner Biere und zudem noch eine gute Auswahl nationaler und internationaler Brauereien), der Nebenakzent auf Wein. Ein paar Spirituosen sind auch dabei. In einem Nebenraum findet man dann noch Lebensmittel aus dem bekannten LIDL- und Aldisortiment: Plätzchen, Kartoffelchips, Grundnahrungsmittel wie Reise und Nudeln, Säfte, Joghurt, Butter, Wasser, Toilettenpapier. Das wars dann aber auch schon.
Die Preise liegen so 5 bis 10 Prozent über denen der Konkurrenz in den Nebenstraßen. Dafür lohnt es sich schon mal, 20 Schritte weiter zu gehen, was aber nur wenige tun. Wer’s hat, der hat’s. Ist ja auch schön und angenehm im Boxi Kiosk, und die Öffnungszeiten überbietet so leicht keiner.

Wie stellt man Hitler aus?

Der britische Anthropologe Daniel Miller stellt in seinem Buch „Der Trost der Dinge“ Menschen anhand der Objekte, die sie umgeben, vor. Der Mensch, der sich scheut, von sich selber zu sprechen, öffnet sich, nach seinem Hund befragt oder seinen Lieblingbüchern oder seinem neuen Handy. Durch diese Objekte definiert er sich und findet zu sich selbst.
Einen vergleicghbaren Ansatz wählt der Kurator der Ausstellung „Hitler und die Deutschen. Volksgemeinschaft und Verbrechen“, die derzeit im Deutschen Historischen Museum in Berlin gezeigt wird und noch bis zum 6. Februar 2011 zu sehen ist. Auf die Frage nach Hitler wird mit Objekten geantwortet, die einerseits den Personenkult widerspiegel, andererseits aber auch tief in das Leben der Menschen damals greifen. Spielkarten mit seinem Bild wurden in nicht nbur von Soldaten, sondern auch Familien benutzt und lassen uns so erkennen, welches alltägliche Gewicht Hitler in der Gesellsachaft hatte. Es ist als ob wir in Zukunft auf die Fussballweltmeisterschaft in Südafrika anhand der damit verbundenen Werbeobjekte zurückschauten -wobei Werbung damals nicht vergleichbar ist mit Werbung heute- und dementsprechend die Vielfalt der Objekte angsterzeugend erkennen lässt, dass Hitler wohl doch gesellschaftlich tiefer verankert war als uns lieb ist.

Schulfest Costa i Llobera in Sarria, Barcelona

Schulfeste in Katalonien lehnen sich stark an die kulturelle Umgebung der Stadt oder des Dorfes an. So findet man auch im Schulferst der Schule Costa i Llobera, im Stadtteil Sarria von Barcelona, zahlreiche Elemente der Volkskultur: die Stelzenläufer, die im Allgemeinen die Riesen (Gegants) auf ihren Umzügen durch die Strassen der Altstadt begleiten. Die Castellers, Türmebauer, die akrobatisch menschliche Türme bauen und hier in der Schule mit zwei, maximal drei Etagen aufwarten. Die Stocktänzer. Hinzu kommen Kuchenverkäufer – die für den Klassenausflug nach Menorca sammeln und selbstgebackene Kuchen unter das Publikum bringen. Und abschliessend die Teufel, die als solche verkleidet mit zischenden Feuerwerkskörpern durchs Publikum laufen und für den typisch mediterranen Flair sorgen.
Dabei treffen sich Eltern, quatschen miteinander, schauen sich die Aufführungen der Kinder nicht an, denn die sind ja relativ langweilig, und essen anschliessend zusammen.
Und das wars, um mehr zu berichten, muss man irgendeinen Grund finden, sich für solch ein soziales Ereignis zu begeistern.

Das 15. Mallorca Seniors Open 2010

fand dieses Jahr wegen einem Turnier in der Türkei eine Woche früher als normal statt, und zwar zwischen dem 3. und dem 8. Oktober 2010. Als Spielerhotel wurde leider mal wieder eine Bettenburg empfohlen, statt individuell gestaltete Unterkünfte anzubieten. Wenn Sie nächstes Jahr kommen wollen, schauen Sie doch mal im Ferienhaus Alzinar in Arta vorbei, vielleicht entspricht das besser Ihren Vorstellungen.

Die Festes de Sarria in Barcelona

Volksfeste haben so ihre ganz eigene Dynamik. Sie ändern ihre Grundzüge von einem Land 7und Kulturkreis zum anderen. Deutsche Volksfeste wollen sich nur schwer mit spanischen vergleichen lassen (obwohl die Grundzüge des Ausbrechens aus dem Alltag natürlich vorhanden sind, man lese anthropologische Abhandlungen darüber). Und innerhalb Spaniens gibt es dann auch wieder grosse Unterschiede.
Selbst innerhalb einer Stadt sind diese zu verzeichnen. Das grösste Fest in Barcelona ist das der Merce, das es für die ganze Stadt gedacht ist, nicht nur für einen Stadteil. Das führt zu einem sehr offiziellen Charakter, der mir persönlich missfällt. Zu viele Politiker beim Umzug und auf den Balkonen. Ich ziehe den intimen Charakter der feiern von Gracia und sarria vor, da trten Politiker in den Hintergrund und erscheinen auf einmal Personen, die man täglich sieht und plötzlich ihre ansonsten verdeckten Interessen zeigen: die Organisatoren von Schahturnieren, die Feuerteufel der Umzüge, die Erbauer menschlicher Türme. Wo der anonyme Bankangestellt zum Nachbarn wird, der das Tischtennisturnier ausrichtet.

Schachtournier Festes de Sarria, Barcelona

image

Zu dem jährlichen Volksfest Festes de Sarria findet auf der Hauptstrasse immer ein kleines Schachtournier statt. Viele Teilnehmer sind es nicht – ich glaube, maximal 16 gezählt zu haben -, dafür sind sie aber um so leidenschaftlicher dabei. Es sind auch keine professionellen Spieler: die meisten kommen von hier. Aber da man sich im Laufe des Jahres kennenlernt, wird das ganze eher zu einem angenehmen Familientreffen. Teilnehmen kann übrigens jeder, die Regeln sollte man aber schon kennen.